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((Überschrift)) 

Der Spürhund im Internet
RSS bringt aktuelle Nachrichten kostenlos auf den Computer. Web-Seiten werden kostenlos durchsucht

((Vorlauf))

Am Puls der Zeit: Mit Hilfe eines fleißigen Bienchens namens RSS wissen Surfer immer, was es Neues gibt. Ein kleines Zusatzprogramm sammelt dabei automatisch gesuchte Informationen von Internet-Seiten ein und bietet sie den Nutzern auf Mausklick an.

((Lauftext))

Pausenlos passiert etwas: Irgendwo auf unserem Planeten bricht ein Vulkan aus, erhöht ein Finanzminister die Steuern, drischt ein Fußballer die Kugel ins Eck oder spricht ein Student einen Podcast ins Mikro. In all diesem Trubel den Überblick zu behalten und das Wichtige vom Unwichtigen zu filtern, ist für den Leser nicht eben leicht - zumal sich die Infos auf ganz verschiedene Webseiten verteilen. Doch welcher Leser hat schon Lust, ständig von einer Website zur nächsten zu klicken, um nach neuen Nachrichten zu suchen? Auf die Dauer ist das einfach zu mühsam und zeitraubend. Natürlich gibt es Newsletter zum Abonnieren. Aber damit müllt der Benutzer sich nur das Postfach zu.

Es geht auch einfacher: Mit Hilfe des Dateiformats RSS lassen sich die eben genannten Probleme elegant umgehen. Das Kürzel steht für "Really Simple Syndication", was etwa so viel bedeutet wie "sehr einfache Weitergabe von Inhalten". RSS wurde Ende der 90er Jahre von der inzwischen von AOL geschluckten Firma Netscape entwickelt, fristete zunächst aber nur ein Schattendasein. Erst mit der Weiterentwicklung zur Version 2.0 im Jahr 2002 kam der Durchbruch. Heute gilt RSS unter Internetnomaden als der letzte Schrei.

Kein Wunder, denn RSS sorgt dafür, dass Infosüchtige ihr Futter in Form eines Nachrichtentickers bequem auf den Desktop bekommen. Anders ausgedrückt: Statt die Neuigkeiten umständlich zu suchen, bekommt der Leser einen Strom von Infos ohne Zutun auf seinem Desktop präsentiert. Sobald sich auf seiner persönlichen Lieblingsseite etwas ändert, informiert RSS den Benutzer darüber.

So funktioniert es: Eine Minisoftware namens RSS-Reader grast mehrmals täglich voreingestellte Wunschseiten ab. Trifft sie auf eine frische Meldung, öffnet sich für RSS-Nutzer wie von Geisterhand ein kleines Bildschirmfenster, das einen Ticker in Form von Überschriften und Links zu den betreffenden Artikeln anzeigt. Ein Mausklick genügt, um statt der angezeigten Kurzform die vollständige Nachricht zu lesen. Meldungen, die ihm unwichtig erscheinen, kann der Leser einfach ignorieren. Diese kleinen Zusatzprogramme gibt es für jedes Betriebssystem sowohl als kostenloses Programm als auch als kostenpflichtige Shareware. Eine gute Übersicht bietet die Internetseite http://www.rss-verzeichnis.de.


Zu den beliebtesten RSS-Readern hierzulande gehört der deutschsprachige Newsbee (http://www.newsbee.de). Die 2,54 MB große Freeware besitzt eine umfassende Online-Hilfe und erleichtert Anwendern den Einstieg durch Assistenten.

Ist ein Reader - wie die Nachrichtenbiene Newsbee - erst einmal auf dem PC installiert, muss der Leser ihn nur noch mit den Adressen füttern, von denen er frische Nachrichten beschaffen soll. Alle RSS-fähigen Dienste - dazu gehören Tageszeitungen, Online-Magazine, Podcasts und Webblogs - bieten hierfür auf ihren Homepages eine spezielle Link-Adresse (URL) an, die via "Kopieren und Einfügen" im Reader hinterlegt wird. Einen riesige Sammlung mit RSS-Feeds liefert auch IzyNews (http://www.izynews.de). Browser wie Firefox 1.5 (http://www.mozilla-europe.org/de) machen es dem Leser sogar denkbar einfach, indem sie automatisch anzeigen, wenn auf einer Website ein RSS-Link vorhanden ist. Der Rhythmus, in dem der Newsreader seine Nutzer versorgt, lässt sich dabei selbst bestimmen - zum Beispiel durchgängig oder im Stundentakt.

Tipp: Wer sich an RSS erst einmal herantasten will, dem sei das putzige Klipfolio (http://www.klipfolio.com) empfohlen. Das nur 1 Megabyte große, kostenlose Programm liefert Informationen in Form von Mini-Klips nach jeden Geschmack, zum Beispiel das lokale Wetter oder Kontaktanzeigen.

Till  Wortmann / DigiText

 


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Letzte Aktualisierung: 12.12.2006